Amsel Weibchen blackbird female

Little Treasures - Kleine Schätze


Lost in Space

Poolburn Reservoir

Omakau. Ein winziger Ort irgendwo inmitten von nirgendwo. Genauer gesagt inmitten des Central Otago auf der Südinsel Neuseelands. In der trockendsten Region des Landes mit nur etwa 340 mm Niederschlag pro Jahr (in Alexandra gemessen, 23 km entfernt), in der heissesten Region des Landes mit bis 35°C im Sommer und -20 °C im Winter (gemessen in Ophir, 2 km entfernt). Es gibt am 148 Tagen pro Jahr Frost, und die jährliche Sonnenscheindauer beträgt knapp 1700 Stunden (die Nelson-Motueka Region und Whakatane in der Bay of Plenty brechen mit über 2350 Stunden den Neuseeländischen Rekord).

 

Omakau verdankt seine Existenz dem Otago Gold-Rausch und der Otago-Central-Railway, 1904 wurde der Bahnhof gebaut. Heute ist die Eisenbahnstrecke stillgelegt, dafür führt der Otago Central Rail Trail durch die Ortschaft, der als Wander- und Radwanderweg dient.

 

Von Omakau führt eine unbefestigte Strasse zum 30 km entfernten Poolburn Reservoir (Poolburn Damm, fertiggestellt 1931). Der Staub, den man aufwirbelt, wenn man durch diese trockene Gegend fährt und der sich am Auto festsetzt, so dass man abends keine Ahnung mehr hat, welche Farbe es hat, ist die Mondlandschaft um das Reservoir allemal wert. Das tiefe Blau des Wassers kontrastiert mit dem rauen braunen Gestein unddem harten Gras der Umgebung, und einige der herumliegenden Felsbrocken haben bizarre Formen (einer erinnert beispielsweise an ein Kaninchen).

Omakau. A tiny place sowewhere in the middle of nowhere. Or, to be more precise, in the middle of Central Otago on the south island of New Zealand. In the dryest region of the country with annual rain of only about 340 mm (in Alexandra, 23 km away), in the hottest region of the country with temperatures up to 35°C in summer and down to -20°C in winter (messured in Ophir, 2 km away). There are 148 days of frost per year, and the annual sunshine is just under 1700 hours (the Nelson-Motueka region and Whakatane in Bay of Plenty break the record of New Zealand with 2350 hours).

 

Omakau exists thanks to the Otago goldrush and the Otago-Central-Railway, 1904 the station was built. Today there are no trains anymore but the Otago Central Rail Trail is a great walk and also used by pushbikers.

 

From Omakau there's an gravel road to the Poolburn Reservoir (Poolburn Dam, finished in 1931) that is a 30 km drive. The dust of the dry road sets onto the car until one can't see what colour it is but it is all worth while when you see the moon landing landscape of the Poolburn Reservoir. The deep blue of the water constrast greatly with the rough brown rocky surroundings and the hardy grass. And some of the big rocks have bizzare shapes (e.g. one looks like a rabbit).



Kingston Flyer

Kingston Flyer

Beim Anblick des mit Dampf betriebenen Zuges Kingston Flyer schlagen nicht nur die Herzen von eingefleischten Fans höher. Der Kingston Flyer hat seine Wurzeln wie vieles in Neuseeland während des Goldrausches.

 

Als 1862 im Wakatipu District Gold entdeckt wurde, wurde der Ruf laut nach einer Verbindung zwischen dem District und den Häfen von Dunedin und Invercargill. 1878 wurde Kingston an die Eisenbahnlinie angeschlossen.

 

Wegen der "hohen" Geschwindigkeit von bis 60 km/h erhielt der Zug den Übernamen Flyer (Flieger). Er operierte bis 1971.

Neugierige lesen hier weiter.

Kingston Flyer

Steam operated trains are not only for the passionates. The looks of the Kingston Flyer is a delight for everybody. This train ows its existence to New Zealand's goldrush like many other remains of history.

 

When gold was found in the Wakatipu district there was a need for a connection from the goldfields to Dunedin port and Invercargill port. In 1878 the railway line reached Kingston.

 

Because of its "high" speed up to 60 kph the train was nicknamed Flyer. The line was operated until 1971.

 

Who wants to know more please read here.

 



Ach, du Schreck! - What a fright!

Sonnenuntergang Schafe sunset sheep

Shrek. Nein, nicht der Film. Sondern das Schaf.

Das Wort Shrek is aus dem Jiddischen entliehen, es bedeutet Schrecken.

 

Tarras. ein winziger Ort im Central Otago. Und berühmt. Tarras war die Heimat von Shrek, dem Schaf, das von sich reden machte, weil es sich 6 Jahre lange versteckt hatte und deshalb über diese ganze Zeit nicht geschoren worden war. Nachdem man den Einsiedler wiederentdeckt hatte, wurde er medienwirksam geschoren. Die Wolle, die er herumgeschleppt hatte, wog 27 kg - normal ist 4.5 kg - und war so dicht gewachsen, dass er kaum mehr etwas gesehen hatte.

 

Shrek bekam sein eigenes (!) Büro und widmete sein Leben der Beschaffung von Spendengeldern für Cure Kids. Er bereiste dazu ganz Neuseeland und traf auch die Premeierminsterin Helen Clark. Er hatte ein ganz unübliches Leben als Schaf.

 

Shrek der Einsiedler: eine Geschichte wie diese konnte sich nur einem Land ohne freilebende Raubtiere abspielen.

 

Tarras ist ein Abstecher wert, es hat ein hübsches Café und einen Laden, in welchem man sich nach Herzenslust mit  Souvenirs zu Shrek eindecken kann, so auch mit den bezaubernden Bilderbüchern, welche die Kinder von Tarras gestaltet haben.

 

Die Bücher können auch hier bestellt werden.

Shrek. No, not the movie. The sheep.

The word shrek is a Yiddish word and means fright.

 

Tarras. A tiny place in Central Otago. But famous. Tarras was the home of shrek that world famous sheep that hadn't been shorn for 6 years as it ran away and lived by itself like an eremit. When it finally was found it carried so much wool that it could hardly walk anymore as it was just too heavy. And it couldn't see anymore because the wool covered its eyes. His wool was weighing 27 kg (usually about 4.5 kg).

 

And then Shrek was shorn live on TV and got his own office. It's true! Visite Tarras and you will learn all about Shrek who died a few years ago. He travelled NZ as he was doing fundraising for Cure Kids, he even met the prime minister Helen Clark. And his assistance say he liked it. His life sure was different to an usual sheep-life.

 

Shrek the eremit sheep: a story like it was only possible because it happened in New Zealand where there is no predator nearby.

 

Tarras is worth a detour. There you can sit in the nice café reading the charming picture books about shrek you bought in the shop next door, it was the children of Tarras who created them.

 

 

You can order the booklets also here.


Tarras

Historische Felsmalereien der Maori

Ancient Maori rock drawings

Landschaft bei Fairlie landscape near Fairlie

In dieser lieblichen Landschaft nahe Fairlie auf der Südinsel verbirgt sich ein wertvoller und wunderbarer Schatz der Geschichte Neuseelands. Er liegt zwar auf Privatgrund, ist aber dennoch öffentlich zugänglich, dennoch verirren sich kaum Touristen hierher, sie denken, diese Region habe kaum etwas zu bieten. Weit gefehlt!

 

Wer über eine gute Landkarte der Gegend verfügt, auf welcher auch touristisch relevante Sehenswürdigkeiten eingezeichnet sind, wird das Versteck des Schatzes leicht finden. Es handelt sich um die Ancient Maori Rock Drawings (historische Felsmalereien der Maori), entstanden sind sie etwa im 16. Jahrhundert.

 

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob diese Felszeichnungen, die gerade 'mal 500 Jahre alt sind, mit den Hölenmalereien von Südfrankreich verglichen werden könne, jene sind nämlich ungefähr bereits 30'000 Jahre alt!

There is a hidden treasure of New Zealand's history to be found this lovely landscape near Fairlie, a precious and also wonderful one. Even it is on privat land it is very well accessible and open to the public. But hardly any tourist is seen here, they may think tha his region doesn't have a lot to offer. How wrong they are!

 

If you own a local tourist map with sightseeing spots on it will find the hidden places of the treasure easily. It is all about the Ancient Maori Rock Drawings. Their origin is dated in the 16. century.

 

Now you may ask if these rock drawings that are "only" 500 years old can be compared to the cave paintings in South of France that are already around 30'000 years old!


Maori Rock Drawings

Die Zeichungen in der Höhle Chauvet in Südfrankreich, welche zur Zeit als älteste der Welt gelten, wurden in der geschlossenen Höhle konserviert - nur so blieben sie überhaupt erhalten - und sind erst 1994 entdeckt worden und dem Publikum nicht zugänglich, die Ausstellung ist eine exakte Nachbildung der Höhle.

 

Neuseeland hingegen existiert erst seit 500 Jahren in den Köpfen der Menschen. Es gab also keine neolithische Revolution - die Maori betrieben kaum Ackerbau, sie pflanzten wohl beispielsweise die mitgebrachte Windenart Kumara an, aber der immergrüne Bush Neuseelands, die Vogelwelt und das Meer boten ihnen Nahrung in Hülle und Fülle. Es gab keine Bronzezeit, kein Altertum mit seinen Hochkulturen, kein Römisches Reich, kein Mittelalter. 1642 wurde Neuseeland von der Alten Welt zum ersten Mal gesichtet. Captain Cook verleibte das Land mehr als 100 Jahre später dem Britischen Königsreich ein. Dann folgten Wal- und Robbenfänger, deren Anwesenheit wohl die Maori kaum prägten, ausser dass sie mit ihnen Handel trieben. Erst die Missionare und später dann die Siedler veränderten das Leben der Maori nachhaltig. Bis anhin hatten sie gut als Sammler und Jäger gelebt, und nun mussten sie gleich den Sprung in die Neuzeit machen, ohne die oben genannten Epochen durchlaufen zu können.

 

Es muss wohl jede und jeder für sich selbst entscheiden, inwiefern die Ancient Maori Rock Drawings mit den steinzeitlichen Höhlenzeichnungen in Europa vergleichen werden können. Schön anzusehen sind sie allemal.

The paintings in the Cave of Chauvet in South of France that are possibly the oldest in the world were conservated in the sealed cave - and only because of that they were preserved in the first place - and they only were discovered in 1994 and are not accessible for tourists, the exhibition is an exact copy of the origin cave.

 

On the other hand, New Zealand only exists in the heads of the humans for 500 years. There was no neolithic revolution here - Maori didn't do arable farming, they may only have cultived plants like kumara, a convulous that they brought along when they set foot on Aotearoa. But the indeciduous bush of New Zealand, the rich bird life and the sea offered them food in abuncance. There was no Bronze Age, no high antiquity with it's Byzantine and Roman Empire, no Middle Ages. The first sight of New Zealand by the Old World was in 1642. 100 years later Captain Cook annexed the land for the British Empire. Walers and sealer followed, they dealt with the Maori but their influence on them was probably small. Only when the missionary and the first settlers arrived the life of the Maori began to change strongly. Till now they lived well on the land as hunters and gatherers, but now the had to jump right into the modern age without being able to run themselves through the historic stages stated above.

 

Well, everyone has to decide by himself or on her own in what way the Ancient Maori Rock Drawings can be compared to the Stone-Age cave art in Europe. But they are always a beauty.


Maori Rock Drawings