Kohlmeise Great tit

Going bush


Neuseelands Bush ist einzigartig. Nicht nur, weil er so schön ist, sondern weil es keinen vergleichbaren Wald gibt auf der ganzen Welt! Da sich Neuseeland schon sehr früh vom Urkontinent abgespalten hat, entwickelte sich eine ganz eigenen Flora und Fauna in der Abgeschiedenheit. Von flugunfähigen Vögeln (kiwi!) und solchen, die ihre Nester am Boden und nicht auf Bäumen bauen (kokako), weil es am Boden keinerlei Gefahr gab (heute gibt es sie, leider!), über Pflanzen, die ein ganz eigenes Aussehen entwickelt haben (schon einmal vom vegetable sheep gehört? Oder von lancewood?) bis hin zu Baumriesen (der höchste Baum Neuseelands, der kahikatea, kann bis zu 60 m hoch werden) und Methusalem-Bäumen (der kauri erreicht sein Erwachsenenstadium erst mit etwa 1500 Jahren). Und Neueeland ist das Land der Farne - die Farnbäume fallen wohl am meisten auf. In Neuseeland gibt es fast 200 verschiedene Farnarten. Und der ponga, der Silverfarn-Baum, benannt nach der silbrig-weissen Unterseite der Farnwedel ist das Emblem Neuseelands. Es ziert auch als koru, einem noch eingerollten, neuen Farnwedel die Heckflossen der Flugzeuge von Air New Zealand.

Baumfarne tree ferns

New Zealand's bush is unique. Not only since it is so beautiful but because there is not one forest in the world similar to it. New Zealand was separated from the supercontinent in very early stages so there could develope a very special flora and founa in New Zealand in the isolation. From flighless birds (kiwi!) and birds that bread on the ground rather than in trees (kokako) because there was no hazard down there (in the contrary to nowadays!), from plants that have a bizarre look (ever heard of vegetable sheep? Or of lancewood?) to giant trees (New Zealand's highest tree, kahikatea, can grow up to 60 m) and Methuselah trees (kauri mature only with about 1500 years). And New Zealand is the land of ferns - the tree ferns are probably the most popular ones. Almost 200 varieteis of ferns exist in New Zealand. And the ponga, silver fern (tree), that got it's name from the silver-white side underneath the fronds, is the emblem of New Zealand. It's koru, the unfurled frond, is painted on the tail fins of Air New Zealand planes.


Stehenbleiben - Stay put

Neuseeländischer Busch New Zealand bush

In Neuseeland gibt es vermutlich hunderte von Bush Walks - einige dauern nur ein paar Minuten, andere über mehrere Tage. Üblicherweise sind sie gut ausgeschildert. Das ist auch nötig, denn es ist ganz einfach, sich im Bush zu verlaufen, nicht so einfach ist es hingegen, wieder herauszufinden! Die Wälder Neuseelands lassen sich nicht mit denjenigen in Mitteleuropa vergleichen, sie sind sehr viel dichter, so dass man kaum sehen kann, ob man sich vielleicht ganz am Waldrand aufhält oder sich doch noch tief im Bush befindet.

 

Wer im Bush wandert, muss also unbedingt den meist orangen Dreiecken folgen, die an den Bäumen angebracht sind und den Weg markieren. Wenn man sich trotzdem einmal verlaufen sollen: STEHENBLEIBEN. Und nachdenken. Auf dem Mobiltelefon nachsehen, ob es Empfang hat, vielleicht kann man so seine Position eruieren. Und anrufen. Aber soll man tun ohne Telefon oder ohne Empfang?

Bach creek

Es gibt Leute, die sich ohne Hilfe durch den Bush bewegen können und dennoch nicht verloren gehen. Sie gehen durch den Bush so als würden sie durch eine Stadt spazieren. Für sie sind umgefallene Bäume, ein Epiphyt oder ein Stein auf dem Weg wie farbige Häuser oder Strassennamen. Diese Menschen raten einem, wenn alles nicht hilft, soll man einem Bachlauf folgen, weil dieser üblicherweise ins Meer oder in einen See fliesst. Wenn man nicht im Bush drin ist, ist man auch einfacher zu sichten vom Helikopter aus. Wer ganz alleine unterwegs ist, sollte sich vor dem Walk auch bei der i-site (Tourist-Center) melden und mitteilen, welche Wanderung sie oder er zu machen gedenkt. Aber niemals vergessen, sich nach der Wanderung wieder abzumelden, denn ansonsten kann man gewiss sein, dass eine extensive Suche eingeleitet wird.

 

Meist ist die Suche nach einer vermissten Person erfolgreich, aber es kann einige Tage dauern, bis sie gefunden wird, weil die Trupps zu Fuss die Wälder absuchen müssen. Also unbedingt warme Kleidung und zu trinken dabeihaben. Gut sind auch Trockenfrüchte als Nahrungsmittel. Die wiedergefundenen Leute sind meist unterkühlt, manchmal haben sie auch eine Verletzung wie einen Knochenbruch. Aber nicht alle Leute werden wiedergefunden, es gibt solche, die nie wieder zum Vorschein kommen. Deshalb bitte: Respekt vor dem Bush, der zwar keine gefährliche Tiere birgt, aber es sind Regenwälder und wer nass wird, der unterkühlt leicht, was bei langer Dauer ebenfalls lebensbedrohend wird.

There must be hundreds of bush walks in New Zealand - some of them are only a few minutes long, others are several days walks. Usually they all are well signposted. That's important because it is so easy to get lost in the bush, but not so easy to find one's way out of it again! New Zealand's forest are in no way similar to the ones in middle Europe, they are much more dense, and one can hardly see if the edge of the forest is right under one's nose or if you are still in the deepest bush.

 

If you wander in the bush you must follow the little mostly orange triangles on the trees, they mark the way. If you still get lost: STAY PUT. And think. Look up on your cell phone if there is reception, maybe in this way your can see your position. And make a call. But when there is no phone or no reception?

Bach creek Farnbaum tree fern

There are people who can go bush without any help. For them it is like walking through a town, they find their way back because they see things like a fallen tree, an epiphyte or a stone and for them they are like coloured houses, like street names. These people tell you when you get lost in the bush follow a creek as it usually runs into the sea or into a lake. If you are not anymore in the dense bush you will easier be spotted from a helicopter. People who do bush walks on their own should tell the i-site (tourist centre) in advance where they intend to go. But never forget to report yourself back again after the walk otherwise you risk that a extense search will start looking for you.

 

Mostly the missed person will be found but it may take several days till this happens because the search parties have to walk all they way through the bush. So what you need when going bush is warm clothes and something to drink. And dried fruits is a good idea, too. The  people being found mostly suffer from hypothermia and maybe some injuries like a broken bone. But not all people will be found, some are still missed. So please: Have respect of the bush where you won't be attacked by wild animals but these are rainforests and when you get wet you most likely will suffer from hypothermia and that can be life-threatening, too.