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Life in New Zealand - Leben in Neuseeland

In Neuseeland macht man alles ein bisschen anders. Und das meiste selbst. Denn früher gab es in Neuseeland nicht einfach einen Ersatz zu kaufen, wenn beispielsweise ein Motor kaputt war. Und viele Dinge konnte man dort, in desem Land abseits der Welt, gar nicht bekommen. Auch heute noch, ist vieles, das für uns in Europa oder Amerika zum Alltag gehört und das man in jedem Laden kaufen kann, in Neuseeland nicht erhältlich - oder nur durch mit langen Wartezeiten verbundene Bestellungen; mit dem Online-Geschäft ist es zwar etwas einfacher geworden, trotzdem liefern bestimmt nicht alle Anbieter in das entfernte Land hinter dem Mond. Der Markt ist schlicht zu klein und die Wege zu lang, als dass es rentieren würde, dorthin alles zu exportieren. Die Kiwis sind selfmade-Leute. Da wird eben 'mal schnell etwas zweckentfremdet, und schon ist die Reparatur fertig.

 

Dafür haben die Neuseeländer, was es sonst nirgends mehr auf der Welt so gibt: eine einmalige Natur und unendlich viele Möglichkeiten und Raum für Seele und Geist. Während sonst in der westlichen Welt schon alles bsi zur Perfektion fertiggestellt ist, so dass man kaum noch die eigene Kreativität einbringen kann, darf am dort auf der anderen Seite der Welt den Erfindergeist und die Künstlerseele ungehemmt austoben. Alles hat noch Platz. Und wann man es geschickt anstellt, kann man damit sogar Geld verdienen.

Antenne antenna Hütte cottage

In New Zealand people do things their own way. New Zealand is a "self-made"-country. Because in earlier days you couldn't just go and buy a substitute when your motor broke down. And there were so many things you just couldn't get in this country behind the moon. Still today it can be impossible to buy what you want even for Europeans and Americans it is everday's life stuff that you can get in each shop. It may not be available in New Zealand - or only by ordering with long queue time; sure it got easier with the online-transactions but not all the online-shops ship to the end of the world. The market is just to small and the distance to long to be profitable for entrepreneurs. So what option do we have? Just divert something from its intended use and the problem is fixed.

 

But the Kiwis have something elee you won't find anywhere: a unique nature and endless oportunities and room for soul and mind. While in the rest of the western world all is done already with so much perfection that it is almsot impossible to realize your own creativity, on the other side of the wolrd in that small country you will be able to set free your intentive talent and soul of art. There is still room for it. And if you are subtle enough you even may make money out of it.


Umziehen auf Neuseeländisch - MOVING IN NEW ZEALAND

Haustransport house transport

Haus-Transport bei Tarras:

Warum umständlich ein neues Haus suchen, das einem gefällt, wenn man gleich sein eigenes mitnehmen kann?

Zuerst kommt ein Begleitauto, welches mit "house follows"   aufmerksam macht, hinter dem Transporter fährt ebenfalls ein solches Begleitauto mit einem Schild "house ahead".

 

Eine mir zugetragene Anekdote dazu:

Ein Ehepaar, das auf dem Land wohnte, wo ihr nächster Nachbar ein paar hundert Meter entfernt lebte, fuhr in die Ferien. Dann erreichte sie ein Telefonanruf des Nachbars, der sie aufgeregt fragte, ob sie denn umzögen, weil gerade in jenem Moment ein Transporter in ihrer Einfahrt stehen würde und ein paar Arbeiter gerade dabe seien, das Haus auf ebendiesen Trasporter zu laden.

Nein, sie hatten nicht die Absicht, umzuziehen. Was hier gerade geschah war schlicht ein Haus-Diebstahl im wahrsten Sinne des Wortes! Es endete gut: Der Nachbar rief die Polizei, die just in dem Augenblick eintraf, als der Transporter samt Haus abfahren wollte.

House truck at Tarras:

Why looking for a new house with all the obstacles if you can take your own with you?

When you come across such a transport there is an escort car with a signpost House follows and another escort car signposts "house ahead".

 

And here's a anecdote about it:

A couple who owned a house on the countryside where the next neighbour lived a few hundred metres away went on holiday. Then they received a phone car from the agitated neighbour who asked if they were moving as right in the moment there would stand a truck in their driveway and some workers were lifting the house up on the truck.

No, they didn't intend to move. It was house rubbery in the truest sense of the word! But the good news is: the neighbour called the police that was able to stop the truck the minute it was going to leave with the house.



The tea or not the tea - what would shakespeare think?

Teetassen tea mugs

Die Dinge sind manchmal nicht wie sie zu sein scheinen...

 

Wenn in Neuseeland Euch jemand zum Tee einlädt: "Would you like to come for tea?", dann solltet Ihr Hunger mitbringen, Ihr seid nämlich gerade zum Nachtessen eingeladen worden (den Teller, den man Euch vorsetzt, sieht dann etwa so aus wie auf dem Foto unten - die pies, also die Erbsen, werden vermutlich nicht fehlen, sie sind nahezu obligatorisch, und spuds, wie die Kartoffeln genannt werden, übrigens auch ;-). Falls man zum (Englischen) Nachmittagstee, also einem afternoon tea eingeladen ist, dann darf man sich auf eine Tasse Tee und etwas Gebäck (oder meist mehrere Tassen und viiieeel Gebäck) freuen. Wenn ein kiwi Euch wirklichen Tee anbietet, dann verheimlicht er Euch den Inhalt der Tasse: "Would you like a cuppa - Möchten Sie eine Tasse (Tee)?".

 

Ein kleiner, aber feiner und nicht unerheblicher Unterschied!

Sometimes things are not what they look like...

 

If someone in New Zealand invites you for tea: "Would you like to come for tea?", then you should bring along a good appetite because you just were invited for dinner/supper (and the plate you will be served will look similar to the one on the photo below - the pies won't be missing as they are almost compulsory in New Zealand, and the spuds, like the potatoes are called there, too ;-). If you are invited to an (English) afternoon tea you can look forward to getting a cup of tea and some cookies (or rather several cups and heaps of cookies). If a kiwi intends to serve you real tea then he will conceal the content of the cup from you: "Would you like a cuppa (tea)?"

 

A small, but subtle and not negligible difference.


Mahlzeit meal

Der Neuseeländische Slang ist eine Sprache für sich, meist "übersetzen" die kiwi jedoch für die Touristen. Wer jedoch seinerseits einen Neuseeländischen Text für die zu Hause gebliebenen übersetzt, kann recht rasch ins Messer laufen. Lustig nehmen sich die älteren Bücher aus, welche in Neuseeland geschrieben und für die Deutschsprechenden in den 1950ern, 1960ern und 1970ern übersetzt wurden. Allem voran fällt mir da Mary Scott (1888 - 1979) ein, eine Neuseeländerin, die vor allem heitere Romane verfasst hat, die damals ein grosses Publikum fanden. Mittlerweile gibt es sie nur noch selten in Bibliotheken und Brockenhäusern, aber wer sucht, der findet. Ich habe einige von meiner Grossmutter geerbt, andere sind da und dort aufgetaucht. Sie sind etwas altbacken geschrieben - was aber wohl vor allem der Übersetzung anzulasten ist, doch vermitteln die Bücher sehr gut das Lebensgefühl in Neuseeland in der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Und die Neuseeländische Mentalität ist im Grunde dieselbe geblieben, bis noch vor ein paar wenigen Jahren hiess es sowieso, dass in Neuseeland die Uhren 30 Jahren hinterherhinken, erst das Internet hat dies verändert.

 

In der Deutschen Version der Bücher von Mary Scott taucht eben dieses "tea/Tee" auch auf - und wurde verständlicherweise komplett falsch übersetzt, so dass einige Textpassagen etwas kurios erscheinen. Ausserdem war für die Übersetzenden Neuseeland gleichbedeutend mit Australien. Das war auch für Bekannte von mir so, als ich 1989 das erste Mal Neuseeland bereiste.

 

Bitte niemals einen Neuseeländer als Australier bezeichnen, es kommt in etwa so an, wie wenn man einen Schweizer als Deutschen bezeichnet. Neuseeland als winziges Land im Vergleich zum riesigen Nachbarn muss sich sowieso ständig ihm gegenüber behaupten, um die eigene Identität wahren zu können. Die beiden Länder downunder sind komplett verschieden. Man sehe sich nur einmal die Fauna an: Australien beherbergt die 10 giftigsten Tiere der Welt - in Neuseeland hingegen gibt es keine einheimischen Tiere, die Gift versprühen. Es gibt ausser zwei Fledermausarten (eine dritte ist ausgestorben) auch keinerlei einheimische Säugetiere dort.

New Zealand slang is very different from the Oxford English you learnt in school, though surely most of the kiwi will "translate" for you. But if you translate a New Zealand text by yourself for your loved ones home you can easily run into trouble. Those old books that were written in New Zealand in the 1950's, 1960's and 1970's and tanslated into German have some funny mistakes in them. Take Mary Scott (1888 - 1979), a New Zealand author who wrote cheerful novels that had lots of reader at that time. Nowadays you hardly find her books in libraries and secondhand book shops anymore, but if you seek your will find. I inherited some from my late grandmother and some just turned up now and then. The are written in a frumpy language but I guess this is due rather to the translation than to the original language they are written in. Still they communicate the attitude to life in New Zealand in the middle of the last century. And the base of the New Zealand mentality stayed the same, up till a few years ago it was said with a smile that the clocks in New Zealand were running 30 years late, it is due to the internet that this changed.

 

In the German version of Mary Scott's books you will find that expression "tea", too - and of course the translation was completely wrong so some of the text passages got a funny sense. Besides, the translaters didn't differ between Australia and New Zealand. That still was the case in my circle of acquaintances when I first travelled to New Zealand in 1989.

 

Please never ever name an New Zealander an Autralian, it does not go down well, very similar to when you call a Swiss a German. New Zealand is a tiny country in comparison to it's enormous neighbour and therefore has to struggle to keep it's own identity. These two countries downunder are completly different. Just look at the fauna: Autralia accommodates the 10 venemous animals of the world - whereas in New Zealand there is no native venemous animal at all. And there are no mammals expect for two bat species (a third one is extinct now).


Mary Scott Bücher Mary Scott books

auf der Kippe - SWITCH RELOADED

Stecker power plug

Kippschalter sind eine gute Sache. Leider sind sie in der Schweiz vom Aussterben bedroht... Bereits in den 1990ern wurden sie breitflächig durch die quaratischen Druckschalter ersetzt. Aber Kippschalter haben den nicht zu vernächlässigbaren Vorteil, dass man sie so einstellen kann, dass man weiss, ob der Strom nun fliesst oder nicht, was sehr praktisch ist, wenn einmal eine Glühbirne durchbrennt.

In Neuseeland wimmelt es dagegen nur so von Kippschaltern, auch wenn die neuen etwas eleganter daher kommen als die bis vor wenigen Jahrzehnten verwendeten. Hierzu gibt es zwei Dinge, die man sich merken sollte (obwohl die neueren Schalter es einem dabei leicht machen):

 

1. Wenn ein Kippschalter nach oben gekippt ist, dann fliesst kein Strom - bei den neuen gibt es ein kleines leuchtend-oranges Zeichen: ist es sichtbar, dann fliesst der Strom, wenn nicht, dann ist er ausgeschaltet.

 

2. Kipppschalter gibt es nicht nur, um das Licht anzuknipsen. Nein, zu jeder Steckdose gehört auch ein Kippschalter, ausserdem gibt es zu jedem grossen Elektrogerät wie Waschmaschine und Kochherd/ Backofen direkt darüber an der Wand einen Schalter, mit dem sich das Gerät ganz einfach vom Strom nehmen lässt, ohne dass man dabei umständlich den Stecker ziehen müsste. Wenn also ein Kochherd oder der eingesteckte Fön scheinbar nicht funktioniert, sollte man zuerst diesen Schalter prüfen, bevor man um Hilfe schreit!

Stecker power plug

Im Neuseelandsommer 1989/1990 auf meiner ersten Reise durch dieses Land verstand ich endlich, was meine Mutter damit meinte mit der Aussage, dass Neuseeland nicht auf der anderen Seite der Welt läge, sondern - auf dem Mond. Ich war durch die Zeit gereist und 30 Jahre in die Vergangenheit gepurzelt! Ich machte Bekanntschaft mit einem Ort, der von der Weltkarte gefallen war, oft fand Neusseland eben nicht mehr Platz südöstlich von Australien. Ergo existierte es irgendwie einfach nicht für die Welt. Und doch lebten hier Menschen, die sich kreativ selbst behalfen, wenn es wieder einmal etwas zu flicken gab. Davon zeugen die beiden abgebildeten Telefonkabinen, die ich anno dazumal, die eine in Taupo, die andere in Christchurch, fotographiert habe. Einmalig! Für alle, die auf ihr Hightech-Mobiltelefon kaum mehr verzichten können, kann ich bestätigen, dass diese beiden Telefone sehr gut funktionierten, ich habe sie selbst benutzt.

 

Vielleicht fällt einem auf, dass es einen A- und einen B-Knopf hat: man warf also ein 20 Cent Stück ein, wählte die Nummer und wenn sich jemand meldete, musste man, damit das Gepäch zustande kam, auf den A-Knopf drücken. Wenn sich niemand meldete oder wenn man es sich anders überlegte und doch nicht antworten wollte, dann drückte man auf dem B-Knopf, und das Geldstück fiel wieder heraus, so das man es weiterverwenden konnte.

Heute gibt es wohl kaum mehr solche Selfmade-Telefonkabinen, Neuseeland scheint auf der Weltkarte seinen Platz erobert zu haben.

Telefonkabine Telefonzelle public phone

In Neuseland gibt es keine grosse Auswahl an grossen Haushalt-Elektrogeräten. Die allermeisten Kochherde mit Backofen, die man zu Gesicht bekommt, haben anstelle der massiven Metallkochplatten, die in der Schweiz in älteren Häusern noch gang und gäbe sind, eine Metallspirale. Um sie zu reinigen, kann man sie nach oben klappen und sogar herausnehmen.

 

Warnung: Wem Öl in die Vertiefung unter der Heizspirale läuft, tut gut daran, dies gleich wegzuwischen, spätenstens jedoch vor dem nächsten Einsatz des Heizelementes, da es sich sonst entzünden kann, wobei eine Stichflamme entsteht!

 

Waschen in Neuseeland geschieht mit Top-Loadern, die jedoch nicht wie unsere eine Waschtrommel haben, welche sich gleich den Front-Loadern wie ein Rad dreht, sondern sie drehen um eine Achse, die auf der Vertikalen statt der Horizontalen liegt. Die Wäsche wird so viel sanfter bewegt. Das Wasser (keine Grad-Anzeige, sondern nur "kalt - warm - heiss") ist so warm, wie es aus dem Boiler kommt, die Maschine heizt selber kein Wasser auf. Wer vergessen hat, ein schmutziges Wäschestück, in die Maschine zu geben, der drück auf den "Pause"-Knopf, öffnet einfach den Deckel der Maschine und wirft es hinein. Das Design der Waschmaschinen in der Schweiz verunmöglicht dies, da muss man warten, bis der Waschvorgang beendet ist und einen neuen starten.

 

P.S. Man beachte den Switch-Schalter über dem Herd auf dem Foto. Dieser hier steht auf "ausgeschaltet" - er ist also nach oben gekippt -, da der Herd gerade nicht benutzt wird.

Switch toggles are a good thing. Unfortunately in Switzerland they are on the brink of extinction... Already in the 1990's they got replaced wide-ranging with the square push keys. But switch toggles have some really great advantages, you always know when electrical power is circulating what is very useful if the light bulb blows.

 

In New Zealand the switch toggles are all over the place, even the new ones are more elegant than the older switches that were built in in earlier times. And there are two things about them to memorise (though the new switches make it easy for you):

 

1. If the switch toggle is switched upward, no electrical power is circulating - the new switches have a bright orange mark: if you can see it power is running, if not, the plug socket is turned off.

 

2. Switch toggles are not only built in to turn the light on and off. For each plug socket there is a switch that belongs to it. Besides, the stove/oven and the washing maching also can easily be turned off by a switch that sits obove it on the wall behind it. Therefore it is very easy to cut off electrical equipment without pulling (out) the plug. So, if the stove you want to cook on or your hair dryer doesn't work without any visible reason please first of all check the switch toggle before you cry out for help!

Steckdose power plug

In New Zealand summer of 1989/1990 on my first trip to this country I finally understood what my mother meant when she said that New Zealand is not on the other side of the planet but - behind the moon. I just had travelled through time and tumbled 30 years into the past! I got to know a place that has fallen off the world map because often there was no space southeast of Australia for another country. That was the reason why New Zealand just didn't exist for the world. And still people lived there, people who were very creativ helping themselves with what was around when something needed fixing.

Look at the two public phones I took pictures off while travelling New Zealand those days, one was in Taupo, the other in Christchurch. One of a kind! And for all who can't live anymore withouth their high-tech cellphone I can confirm that both of these strange looking phones worked just fine, I was using them myself.

 

Maybe you notice both the A- and the B-button on the phones: you inserted a 2o cents piece and dialed the nummer you wished to reach and if the person on the other end of the line answered you pushed A, and only then you were able to talk, but if you wished to abort the call before you even said hello, you pushed B and the 20 cents came back for anther use.

 

I guess, today there are no public phones like these ones left. New Zealand seems to have conquered it's own place on the world map.

Telefonkabine Telefonzelle public phone

In New Zealand you don't find a big variety of electrical equipment for the household. Most of the stove/oven you see have a spiral made of metall for the cooking plates instead of the solid metall cooking plates you still find in old Swiss houses. So, for cleaning you just swing them open or even take them out.

 

Caution: If oil runs into the immersion underneath the cooking plates you should cleaned it at once as otherwise when you turn on the plates you risk that the heat sets the oil on fire and a darting flame can be the result!

 

If you need to do your laundry down under you will amost always find one of these for europeans strange looking top-loaders that don't have a washing drum like the ones in Switzerland that always move like a wheel, not matter if the machine is a top-loader or a front-loader. The washing machines in New Zealand turn your laundry around an axis that lies vertical and not horizontal like the ones in Switzerland. Meaning, the loundry gets a more tender mouving. The water that flows into the machine is as warm as the one in the boiler (there is no specification of the degrees Celsius, only "cold - warm - hot"), unlike the machines in Switzerland the washing machines in New Zealand don't heat up the water themselves. And if you forgot a piece that also needs washing just push on "Pause", open the lid and through it in. In Switzerland the design of the machines make this impossible. You have to wait for the programme to finish and start a new cycle.

 

P. S. Please note the switch toggle above the stove on the pic. It is switched upwards, so the stove is turned off as it is not in use in the very moment.



Kochherd Waschmaschine stove wasching machine

Eine lange Nacht - A long night

News:

14.11.2016, 0:02h Ortszeit, Erdbeben in Culverden (Südinsel Neuseelands) mit der Stärke 7.8 auf der Richterskala, Tsunamiwarnung.

 

Das sind die Facts. Aber wie lebt es sich damit? Was haben die Menschen in Neuseeland gedacht und getan, als mitten in der Nacht die Sirenen losgingen?

 

Da Neuseeland zu den erdbebengefährdeten Gebieten gehört, weil es auf dem "Ring of Fire" rund um den Pazific liegt, gibt es diverse Strategien, die Opferzahl so gering wie möglich zu halten. Hier schildern wir, wie es den Leuten weit weg vom Epizentrum ergangen ist, was sie gedacht und gefühlt haben in jener Nacht, in der kaum jemand geschlafen hat. Gespürt wurde das Beben auch noch im mehr als 1000 km entfernten Auckland. Und der Alarm wurde auch dort noch ausgelöst.

Aber fangen wir am Anfang an:

News:

14.11.2016h, 0.02 a.m. lokal time, earthquake in Culverden (south island of New Zealand) with the size of 7.8 on the Richter scale, tsunami warning.

 

These were the facts. But how do people live with that? What did people think when the sirens went off in the middle of the night?

 

New Zealand is prone to earthquakes because it lies on the "Ring of Fire" around the Pacific and therefor it has various strategies to minimize the number of victims of an earthquake. Here we describe you how people felt and what they thought that night when noone slept in New Zealand - even they live far away from the epicentre. Some felt the earthquake also in Auckland, more than a 1000 km far from Culverden. And the sirens went off there, too.

 

But we shall start at the beginning.


"Um ca. 1.30h heulten die Tsunami-Sirenen los und rissen uns aus dem Schlaf. Es sind dieselben Sirenen wie beim Feueralarm, aber anstelle des Auf- und Abschwellens zieht sich der Ton für ganze 10 min. durch. Wir haben das Radio angedreht, aber im Augenblick war das Studio unbesetzt, also versuchten wir, über das Internet Infos zu erhalten. So erfuhren wir auf Geonet, dass es ein schweres Erdbeben in der Region Kaikoura/ Hamner Springs gegeben hatte mit vielen heftigen Nachbeben. Wir dachten, dass die Westseite der Coromandel Peninsula wohl nicht stark von der Tsunami-Welle betroffen sein würde, da diese von Osten her kommt. Ausserdem wohnen wir auf einer etwas erhöhten Lage. Endlich war auch die Radio-Station besetzt 'and the news started to unfold': Radio und Fernsehen versuchten sich geradezu mit News zu überbieten! 'A real battle of the media'!

 

Ich muss sagen, dass ich stolz bin auf unseren Zivilschutz, die Feuerwehr und das Radio, sie haben sehr gut zusammengearbeitet und die Leute auch in inserer Region, die auf Meereshöhe wohnen, aufgefordert, sich in höhere Lagen zu begeben, weil man das Ausmass des Tsunamis noch nicht abschätzen konnte. Leute, die hier auf eher weichem Boden wohnen, der den Feuchtgbieten abgetrotzt worden ist, zum Beipiel Moanataieri und die Hauraki Plains, haben das Erbeben auch spüren können.

"About 1.30 a.m. the sirens went off and we woke up of course. It's the same as the fire siren but instead it's a long 10 minute continuous noise. Knowing what it meant we turned on the radio but at that time the station was unmanned we so turned on the computer to check on Geonet in internet. We soon saw it was a large quake and with many after shocks, some very large, in the Kaikoura/ Hamner Springs area. We soon thought the sea wave, if any, wouldn't really effect the west side of the Coromandel because it was coming in the wrong direction, from the eastern side, and also because we live on higher grounds here. It wasn't long before the radio station was manned the news started to unfold, it was also coming through on television. A real battle of the media to which one provided the best coverage!

 

I must say I was quite proud of our Civil Defence, radio and fire brigade network. It all worked quite well, with many people who live near the seaside in low lieing areas being encouraged to move to higher ground, which they did. Some folk around our area did feel the huge quake, even way up to Auckland and the Northland though it only seemed aparant to those who had built on soft and reclaimed land, such as Moanataieri here and Hauraki Plains, enough to make lights sway and rattle blinds.


Nach etwa zwei Stunden wurden die Warnungen zurückgefahren, und wir untersuchten das Haus nach  Rissen und klopften auch bei der Nachbarin an, um uns zu erkundigen, ob alles in Ordnung wäre. Dann gingen wieder ins Bett. Allerdings könnte ich nicht mehr schlafen und fühlte mich am Morgen, als ich zu Arbeit ging, wie mit einem Jetlag.

 

Die Schadensbilanz dieses Erdbebens ist riesig. In Wellington wurde der Central Business District und die Waterfront beschädigt, so dass die Interisland Fähre nicht andocken konnte. In der Region von Kaikoura sind ganze Hügel verschoben worden, und es hob sich ein Stück Land 2 m aus dem Wasser, und die Langusten waren völlig desorientiert. Kaikoura ist von der Aussenwelt komplett abgeschnitten, weil mächtige Erdrutsche die Strasse und die Eisenbahnschienen verschüttet haben. Die Rettung muss nun über das Wasser erfolgen."

After a couple of hours the emergency for the Peninsula was stepped down and just the sea warnings were kept in place. We wandered around the house and looked for cracks, checked up on the neighbour next door then went back to bed. But I couldn't go back to sleep. The next day it was work as normal and I felt like I had a jet lag.

 

However South Island has been hit again with billions of dollars worth of damage in the Kaikoura area and to a lesser extent up to Wellington. In Wellington it did damage to buildings in the Central Business District and the water front so the interislander ferry couldn't dock. In the surrounds of Kaikoura whole hills have moved and sea bed has been raised 2 m right out of the water. Disorientated crayfish were the result. And huge landslides are blocking the highway and the railway so Kaikoura is totally blocked from both sides. Since then massive rescue efforts have been actioned by sea."



WEihnachtstraditionen - Christmas Traditions

WEIHNACHTEN. Endlich oder schon wieder?

 

Das grösste Fest des Jahres wird in Neuseeland und in der Schweiz jedenfalls sehr unterschiedlich gefeiert - zumal ja auch die Jahreszeit unterschiedlicher nicht sein können: Hochsommer in Neuseeland und Winter in der Schweiz.

 

Für SchweizerInnen stellt sich die Frage, wie man um den längsten Tag des Jahres Weihnachtsgefühle haben kann. Kann man? Jein. In Neuseeland hat man an Weihnachten keine feierlichen Weihnachtsgefühle, die - idealerweise - der Schnee mitverursacht. Die Lichter am Baum, alles elektrische, haben gegen den hellen Sonnenschein kaum Chancen, und Kirchengeläut ist unbekannt - nicht jedoch die Weihnachtsmesse. Und: die Familie kommt zusammen, hier wie dort, um zusammen zu feiern. Und VIIIEEEL zu essen.

CHRISTMAS. Finally or nor again?

 

The biggest feast of the year is celebratet in Switzerland and New Zealand very differntly - particularly because the season of the year differ from each other the most: midsommer in New Zealand and winter in Switzerland.

 

Now, Swissies ask themselves how can one have the real Xmas feelings around the longest day of the year? You can but you can't. In New Zealand it is not possible to have these solemn Xmas feelings that are also caused - idealistically - by snow. The lights on the tree, all electric, don't stand a chnce against the bright sunlight, and the bell-ringing of the chruches is unknown - in the contrary of the Mignight Mass. And:  In both countries Xmas is a family feast and there is the Christmas dinner.


In Neuseeland gibt es vielerorts die sogenannte Santa Parade. Oben ein Bild davon. Es ist nichts Feierliches, für Schweizer Augen wirkt es ein wenig zu Amerikanisch, aber es macht Spass, und man trifft stets auf viele Bekannte. In der Schweiz hat die Adventszeit etwas Ernstes an sich. Der Weihnachts-Einkaufs-Rummel findet aber in beiden Ländern statt.

 

Und während in Neuseeland der Weihnachtsmann - kurz "Santa" genannt - die Geschenke bringt, und zwar kommt er in der Nacht auf den 25. Dezember (= Christmas Day) durch den Kamin und steckt die Geschenke in die Socken (= Stockings), die dort aufgehängt worden sind, werden in der Schweiz die Geschenke vom Christkind, einer Art Baby-Engel, unter den Christbaum gelegt, und das schon beim Eindunkeln am 24. Dezember.

 

In der Schweiz werden die Geschenke dann bereits nach dem Weihnachtsessen am 24. Dezember ausgepackt, in Neuseeland entweder am Morgen des 25. Dezembers oder während dem "Christmas-Dinner", das trotz seines Namens bereits am Mittag des 25. Dezembers beginnt und nahtlos in das Abendessen hinübergeht.

In many places in New Zealand there is a Santa Parade during Dezember. Above is a pic of it. There is nothing solemn about it and for Swiss eyes it looks a bit too "American" but it is great fun and one meets a lot of friends. In Switzerland the Advent season is a rather serious time. But the Christmas shopping race takes place in both countries.

 

While in New Zealand Father Christmas - called "Santa" - brings the presents, namely in the night to December 25th (= Chistmas Day) he climbs through the chimney and sticks the prezzies into the socks (= stockings) that hang there, in Switzerland the gifts are brought by the Christmas Child, kind of a baby angel, and lays them under the Christmas Tree already after sunset on December 24th.

 

In Switzerland the presents will be unwrapped after the Christmas Dinner that takes place on Christmas Eve while in New Zealand the unwrapping of the prezzies will be in the morning of Christmas Day (25. December) or during the Christmas Dinner that - despite of its name - already starts at noon on Christmas Day and will seamlessly turn into tea (= dinner).


Frohe Weihnachten!

Merry Christmas!



Wenn einer eine Reise tut... - If you take a trip...

Was ist das Wichtigste, das Ihr auf eine Reise nach Neuseeland mitnehmen würdet?

 

Im Moment ist Hochsaison auf der anderen Seite der Welt, heiss, oft feucht, blendend hell. Es ist Hochsommer.

 

Was man benötigt, ist ein Sonnenhut, eine Sonnenbrille, Sonnencreme und Tshirts. Wer sich in Neuseeland ungeschützt der Sonne aussetzt, ist im wahrsten Sinne lebensmüde. Die Hautkrebsrate ist, zusammen mit Australien, nicht umsonst eine der höchsten der Welt. Die Klimazone im Norden ist subtropisch, die UV-Strahlung deshalb sehr hoch. Im Fernsehen gibt es täglich Infos zur sogenannten "Burntime" (Zeit, in welcher sich ein eher heller Hauttyp - die meisten Vorfahren der Pakeha waren Engländer und Iren - an der Sonne verbrennt). Ebenso obligatorisch ist ein Sonnenhut - sonst grüsst täglich der Sonnenstich oder gar Hitzschlag. Die "Hutrate" in in Down Under ebenfalls eine der höchsten der Welt...

What is the most important thing that you would take with you on a journey?

 

I the moment it is peak season on the other side of the world. It is hot, humid and glaring bright. It is midsommer.

 

What you need is a sunhat, sunglasses, suncream and Tshirts. If you expose yourself to the sun without protection you are in the true sense of the word suicidal. The skin cancer rate of New Zealand and Australia is not without reason one of the highest in the world. The climat zone of NZ's north is subtropical and therefor the UV-radiation very high. On TV you can inform yourself everyday about the "burn-time" (period of time that tells you how long a rather fair skinned person - pakeha are mostly descendants of English and Irish people - will get a sunburn). Equally compulsory is a sunhat - otherwise you can get your "Groundhog"-sunstroke. The "hat rate" down under is also one of the higest in the world...


Wie auch in der Schweiz ist es auch im Spätsommer und im Herbst in Neuseeland wunderbar. Nicht mehr so heiss - und trockener. Der Winter ist dann wiederum (im Norden) feucht-klamm oder (im Süden) weiss. Und der Frühling ist wie bei uns: sonnig oder verregnet. Wer einen längeren Aufenthalt in Neuseeland plant, der sollte vorausplanen, denn Neuseelands Häuser lassen sich mehr schlecht als recht heizen, und sie sind nicht isoliert!

 

Was braucht man, wenn man am Morgen vor der unangenehmen und fast unüberwindbaren Aufgabe steht, fröstelnd in einem ungeheizten feucht-kalten Zimmer die klamm-feuchte Jeans anzuziehen und danach die eiskalten Füsse in die feucht-kalten Schuhe zu stecken? Dann benötigt man eigentlich nur eines: einen Fön. Ein bisschen heisse Luft kann die klamm-steife Jeans wieder in einen bequeme Hose verwandeln und die nassen Schuhe in wärmendes Schuhwerk.

Like in Switzerland late summer and autumn are a beauty in New Zealand. Not so hot anymore - and much drier. Winter on the other side can be damp and cold (in the north) or white (in the south). And spring is a bit like in Switzerland: sunny or spoilt by rain. If you plan a long duration stay in New Zealand you need to plan ahead because New Zealand's houses are not heated and neither isolated!

 

 

What do you need when you wake up on a winter morning in a non-heated room which is damp and cold and you are shivery and you have the unconfortable and amost insuperable job to put your damp-cold jeans on and slip your icicle-feet into your damp-cold shoes? Then you are in need of only one thing: a hair-dryer. A little bit of hot air makes that damp jeans smooth and cosy again and your shoes turn into a pair of warm boots that melt your frozen feet immediately.